Zur Bio-Elektro-Stimulation des Körpers werden die unter Akupunktur / TCM beschriebenen Energiebahnen (Meridiane) und Akupunkturpunkte genutzt. Sanfte rhythmische Ströme im Milliamperebereich regen den Energiefluss entlang der Meridiane an. Wie bei der Akupunktur gilt auch hier: Fülle wird entlastet, Schwäche wird angeregt und Blockaden werden gelöst, so dass ein ungestörtes, harmonisches Fließen gefördert wird. Die Bio-Elektro-Stimulation ist schmerzlindernd, entspannend, reguliert die Abwehrkräfte und aktiviert das Bewegungssystem.

Im ersten Behandlungsschritt wird der Blasenmeridian mit Stabelektroden stimuliert. Für die nachfolgende, meist 30minütige Behandlung werden Klebepads an Meridianpunkten platziert. Die rhythmischen Ströme lösen ein leichtes, wohltuendes Kribbeln aus. Nach einigen Minuten der Behandlung entspannt sich der Körper. Arme und Beine fühlen sich oft schwerer an. Häufig beginnt der Patient, die Bewegung der Lebensenergie in Form eines Gefühls des Fließens im Körper wahrzunehmen. 

Bio-Elektro-Stimulation zur Schmerztherapie hat sich bewährt bei Kopfschmerzen unterschiedlicher Ursache (Migräne, Spannungskopfschmerz, Clusterkopfschmerz), bei Phantomschmerzen, Neuralgien (Nervenreizungen), Tumorschmerzen, bei Schulter-Arm-Beschwerden bzw. chronischer Schulterreizung, beim "Hexenschuss" (Lumbal-Syndrom), bei "Ischias-Beschwerden" (Lumbo-Ischialgien), bei Hüft- und Knieschmerzen, z.B. durch Verschleiß (Arthrose), beim "Tennisellenbogen" (Epicondylitis), bei bandscheibenbedingten Erkrankungen, Verletzungsfolgen, Rheuma und Weichteilrheuma, bei gynäkologischen und urologischen Beschwerden, Magen-Darm-Beschwerden sowie psychovegetativen Störungen.  Gegenindikationen einer Bio-Elektro-Stimulation sind epileptische Anfälle in der Krankengeschichte sowie der Einsatz eines Herzschrittmachers.

Begleitende Forschung hat gezeigt, dass durch Bio-Elektro-Stimulation im Körper vermehrt Adenosintriphosphat (ATP) bereitgestellt wird. ATP ist ein Nukleotid, bestehend aus dem Triphosphat des Nucleosids Adenosin (und als solches ein energiereicher Baustein der Nukleinsäure RNA). Hauptsächlich ist ATP jedoch der in jeder Körperzelle benötigte universelle Energiespeicher und Regulator energieliefernder Prozesse. Aufgrund des hohen täglichen ATP-Bedarfs im Körper (täglich mehr als 40 kg) ist es günstig, dass ATP bei Bedarf auch aus anderen Energiespeichern (Kreatinphosphat, Glykogen, Fettsäuren) resynthetisiert werden kann.